Virtuelle beteiligung Vertrag

Insbesondere intransparente Umsatz- und Liquidationspräferenzen zugunsten von Investoren und ehemaligen Aktionären dürfen die Arbeitnehmer nicht zu stark finanziell benachteiligen. Im Gegensatz zu Aktionärsverträgen und Beteiligungsvereinbarungen im Zusammenhang mit dem Beitritt von VC-Finanzinvestoren sehen viele virtuelle Aktienoptionspläne (VSOP, auch Employee Share Option Plan, ESOP) nur abstrakte Vorzugsrechte von Anlegern und Aktionären vor, die für den Arbeitnehmer nicht nachvollziehbar sind und die potenziellen Verbindlichkeiten an den Arbeitnehmer im Falle eines Ausstiegs erheblich reduzieren können. Transparenz muss in einer deutschen Gesetzlichen Beteiligungsvereinbarung gewährleistet sein, welche Höhe der Transaktionskosten, Gebühren, Steuern und sonstigen Posten die Gesamtgegenleistung des Mitarbeiters im Falle eines Ausstiegs mindern können. Dem virtuellen Teilnehmer muss auch klar sein, ob eine Liquidationspräferenz zu einer zusätzlichen Geldstrafe führen kann. In beiden Fällen unterliegen Eigenkapital und virtuelle, sowie für jede Variante und Hybrid, die Begünstigten in der Regel bestimmten Verpachtungsbedingungen. Dies bedeutet, dass die Begünstigten den Anspruch im Rahmen der Programme erst nach einer bestimmten Zeit (z. B. am Ende der Sperrfrist oder während der gesamten Sperrfrist monatlich oder vierteljährlich) erhalten und sofern sie die Gründung nicht verlassen. In vielen Fällen wird die so genannte “Reverse Vesting” angewendet, wobei der Begünstigte den vollen Anspruch im Voraus erhält und nur das Recht erhält, den Anspruch zu behalten, je länger er während der Sperrfrist bei der Gesellschaft bleibt. Es wurde bereits darauf hingewiesen, dass Programme zur virtuellen Beteiligung nicht dasselbe sind wie eine echte Beteiligung.

Der Minderheitenschutz, der insbesondere bei der GmbH ein Schlüsselfaktor im deutschen Gesellschaftsrecht ist, gilt daher nicht für virtuelle Beteiligungsvereinbarungen. Daher muss in den Programmen im Interesse der Arbeitnehmer auf vertraglicher Ebene ein gewisses Schutzniveau festgelegt werden. Ein wichtiger Aspekt in dieser Hinsicht ist die Einbeziehung eines Mindestmaßs an Kontrolle und insbesondere informationsrechtlicher Art, um ein Maß an Transparenz im Einklang mit deutschem Recht zu schaffen. Mit der Beteiligungsvereinbarung soll sichergestellt werden, dass der Arbeitnehmer als Unternehmer anreizeweise tätig wird. Entsprechende Risiken übernimmt der Mitarbeiter auch mit seinem Engagement. Das im deutschen Recht vorgeschriebene Gebot der Fairness bedeutet, dass dem virtuellen Teilnehmer alle erforderlichen Informationen über Chancen und Risiken zur Verfügung gestellt werden. In der Regel muss ein Teil der periodischen Vergütung des Arbeitnehmers anteilig gewährt werden, wenn die Beschäftigung vor dem Fälligkeitsdatum dieser Vergütung gekündigt wird. Da Arbeitnehmerrechte im Rahmen eines Arbeitnehmerbeteiligungssystems – je nach Einzelfall als periodische Vergütung betrachtet werden können , kann dies besonders problematisch sein, wenn der Plan eine Vesting vorsieht: Die Beteiligung der Arbeitnehmer ist ein zentrales Thema in jungen innovativen Unternehmen. Oft können diese Unternehmen zunächst nur eher niedrige Gehälter zahlen.

Darüber hinaus ist die Beteiligung der Mitarbeiter am Unternehmen sinnvoll, um deren Motivation und Identifikation zu fördern. Unser Team aus Rechtsanwälten, zertifizierten Fachanwälten für Gesellschafts- und Steuerrecht sowie Steuerberaterberät berät regelmäßig deutsche und internationale Mandanten in allen Fragen rund um Mitarbeiterbeteiligungsprogramme wie ESOP- oder VSOP-Pläne.